Eutin
Eutin – ein Wechselspiel frühneuzeitlicher Fachwerkhäuser und klassizistischer Perlen
Ein Besuch in Eutin gleicht einer Zeitreise durch die Jahrhunderte. Die Kreisstadt Ostholsteins beheimatet zahlreiche Reminiszenzen, die die Historie aufleben lassen und die architektonische Geschichte Norddeutschlands Revue aufarbeiten.
Das Zentrum von Eutin ist der historische Marktplatz, der von zahlreichen alten Bauwerken gesäumt wird. Unter ihnen finden sich frühneuzeitliche Fachwerkhäuser und klassizistische Bauwerke, die unterschiedliche architektonische Stile präsentieren.
Eutin bietet seinen Gästen aber auch Kurioses. So findet sich im Dodauer Forst eine 500 Jahre alte Bräutigamseiche wieder, die seit Jahrzehnten über eine eigene Postanschrift verfügt. Das Wahrzeichen der norddeutschen Stadt ist das imposante Schloss, dessen Ursprünge aus dem Jahr 1160 stammen. 1729 erlebte das beeindruckende Bauwerk die Barockisierung. Um das Eutiner Schloss erstreckt sich ein einzigartiger englischer Landschaftsgarten. Nicht zuletzt der englische Garten hat Eutin den Beinamen Rosenstadt verpasst.
Sehenswert ist das Ostholstein-Museum, das sich heute im früheren Marstall befindet. Es lädt zu Reisen in die Geschichte der Region ein und umfasst neben zahlreichen Informationsmaterialien Bilder, die an die letzten Jahrhunderte erinnern.
In der alten Hofapotheke kann man dem Apothekerwesen der Vergangenheit nachempfinden. Ein Blick über die Schulter lohnt sich, denn neben den zahlreichen alten Flaschen und Gläsern werden regelmäßig Führungen veranstaltet. Eurin beheimatet mit dem aus dem Jahr 1909 stammenden Wasserturm ein Bauwerk der Neugotik.
Wesentlich älter ist die St. Michaelis Kirche, die den geistlichen Mittelpunkt von Eutin bildet. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und hat sich das historische Gewand bis heute bewahren können.
Jedes Jahr finden in Eutin zahlreiche Feierlichkeiten statt, die Einheimische und Besucher in die Stadt locken. Eine der bekanntesten Feierlichkeiten sind die Eutiner Festspiele, die jedes Jahr zu Ehren von Carl Maria von Webers stattfinden. Seit 1951 werden sie auf der Freilichtbühne des Schlossgartens veranstaltet. Renommierte Künstler führen während der Festspiele bekannte Opern und Operetten auf.
