Kosel
Kosel – Reminiszenzen an die Vergangenheit
Eine bewegende und abwechslungsreiche Geschichte prägt die norddeutsche Gemeinde Kosel bis heute. Der kleine Ort, dessen norddeutscher Charme durch die Lage an der Schlei geprägt wird, lockt mit alten Gutshöfen, einer seichten Hügellandschaft und historischen Bauten in Deutschlands Norden.
Bekannt war Kosel einst unter dem dänischen Namen Koslev, unter dem Ort erstmals erwähnt wurde. Die Gemeinde umfasst neben dem gleichnamigen Ort die Teile Lundshof, Mussunde, Weseby und Ornum. Der charmante Urlaubsort, der durch den Zauber der norddeutschen Geschichte zum Leben erweckt wird, war bereits zur Jungsteinzeit besiedelt. Aus der Zeit zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert stammen zwei Wikingersiedlungen, die im Gemeindegebiet gefunden wurden. Heute erinnern an sie einzelne Gruben- und Pfostenhäuser, von denen Relikte noch immer zu sehen sind. Lange Zeit befand sich Kosel am Südrand des dänischen Besiedlungsgebietes. Die Kirche des Ortes, die heute das geistliche Zentrum der Gemeinde bildet, wurde im 12. Jahrhundert im typisch norddeutschen Stil erbaut.
Das Gepräge eines Bauerndorfes konnte sich das kleine Kosel während aller Jahrhunderte bewahren. Große Teile Schleswigs wurden zu Beginn der Neuzeit der Gutswirtschaft zugesprochen. Die bäuerliche Bevölkerung verfiel der Leibeigenschaft. Als einzige Gemarkung in Schwansen wurde Kosel von diesem bewegenden Schicksal verschont und konnte sich den einfach bäuerlichen Charme erhalten.
Eine Reminiszenz an die Geschichte der Gemeinde ist Gut Ornum, das sich unweit des Ortskerns von Kosel befindet. Errichtet wurde es im Jahr 1530. Im 19. Jahrhundert ereilte den imposanten Gutshof ein schwerer Schicksalsschlag. Zahlreiche Gutsgebäude fielen den Flammen eines Brandes zum Opfer. Heute befindet sich das Gut in Privatbesitz und wurde in jüngster Vergangenheit umfangreich restauriert. Nur unweit von Ornum entfernt befindet sich Gut Eschelsmark. Das beeindruckende Gut wurde bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts gegründet. Seinen einstigen Charme hat es sich bis heute bewahren können. Noch immer wird das Gut landwirtschaftlich genutzt. Ein im Jahr 1799 errichteter Keller erinnert an das einst imposante Herrenhaus.
