Stoltebüll
Stoltebüll – Geschichten erleben
Zahlreiche Anekdoten lassen die Geschichte des Ortes Stoltebüll bis heute aufleben. Der kleine norddeutsche Ort wird durch den Zauber der Landschaft Angelns geprägt und begeistert mit einer seichten Umgebung, durch die sich zahlreiche Rad- und Wanderwege schlängeln. Bekannt und populär ist der Stoltebüller Naturstrand, der die Küstenlinie der Ostsee charakterisiert.
Die Ortsgeschichte lässt sich bis auf die Jungsteinzeit zurückführen. Historische Hünengräber präsentieren sich als die Zeitzeugen der jungsteinzeitlichen Besiedlung. Erstmals wurde Stoltebüll im Jahr 1394 urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit wurde der Ort gemeinsam mit Schörderup und Drült als Hochzeitsgeschenk dem Gut Rundhof übergeben.
Eine Reminiszenz an die Vergangenheit befindet sich im Ortsteil Gulde. Der historische Thingplatz wurde von der Gemeinde in jüngster Vergangenheit in mühseliger Handarbeit rekonstruiert. Heute befindet er sich abseits seines einstigen Standortes. Der Thingplatz in Gulde umfasst einen Steinkreis, der sich aus mehreren Findlingen unterschiedlicher Größe zusammensetzt. In der Historie regelte er alle Streitfragen und die Gerichtsbarkeit im Ort. Dieser Funktion blieb er bis ins 19. Jahrhundert treu. Danach geriert der Thingplatz bis zur Rekonstruktion 2003 in Vergessenheit.
Ein Meisterstück norddeutscher Baukunst ist Gut Drüllt, das sich abseits des Ortskerns von Stoltebüll befindet. Als Trölegaard wurde das imposante Gut erstmals 1397 erwähnt. Erbaut im klassizistischen Stil liegt es in einem weitläufigen Waldgebiet. Um 1800 wurde das einstige Gut durch einen Brand nahezu vollkommen zerstört. In den folgenden Jahrhunderten widmete man sich dem Wiederaufbau in einem englischen Landschaftsgarten. Heute umfasst Gut Drüllt eine einzigartige Bibliothek, die zahlreiche Werke aus vergangenen Jahrhunderten umfasst. Die Bibliothek erlangte als Drehort der populären ZDF-Serie „Landarzt“ überregionale Bekanntheit.
