Der Sassnitzer Hafen

Einzigartig schön liegt Rügens Hafenstadt Sassnitz – eingebettet von der steilen Kreideküste, den Waldungen der Stubnitz, von Kreidebrüchen und dem herrlichen Sandstrand der Prorer Wiek.

Bis 1990 bestimmten Fischfang, Fischverarbeitung und Kreideabbau die Wirtschaft in Sassnitz. Heute sind es in erster Linie der Tourismus und der Fährverkehr. Die Fischverarbeitung ist gerade neu im Aufbau durch ein modernes Werk auf einem 12 Hektar großen Spülfeld neben dem Fährhafen und dem ebenfalls neu erbauten aber traditionellen Werk zur Fischverarbeitung im Westhafen.

Die Fährverbindung Sassnitz – Trelleborg, genannt die Königslinie, hat bereits eine hundertjährige Tradition. Seit 1998 verkehren diese Fährschiffe vom neuen Fährhafen Sassnitz im Ortsteil Mukran wie auch nach Klaipeda und Bornholm. Durch die Verlegung der Fähre wurde der denkmalgeschützte Glasbahnhof seiner Funktion beraubt. Doch mit der Hafenentwicklung zum Tourismus- und Fischereihafen entstanden neue Verbindungen. Und so hat das Landesamt für Bodendenkmalpflege in den lichtdurchfluteten Räumen mit dem Geruch von See und ungehemmten Blick aufs Wasser hier das bisher einzigartige Museum für Unterwasserarchäologie begonnen. Neuerdings ist es auch Standort der von der Expo 2000 zurückgekehrten Gellen-Kogge, einem vor Hiddensee gefundenen alten Segler.

Auf dem Weg durch den Hafen wo auch schon mal eine moderne Kogge der Störtebeker-Festspiele von Ralswiek liegt, stoßen Gäste auf die benachbarte Töpferei am Hafen im ersten Stock oder einem Italiener im Erdgeschoss. Der Museumskutter Havel gegenüber dem Hafen- und Fischereimuseum ist Zeugnis alter Traditionen.

Die Sassnitzer Fischer fangen heute wieder Hering, Flundern, Dorsch und Sprotten, die sie dann frisch oder geräuchert zum Kauf anbieten. Manchmal ist auch ein echter Lachs dabei. Die Sassnitzer Mole gehört mit ihren 1440 Metern zu den längsten der Ostsee. Am Anfang der Mole bieten Fahrgastschiffe und Kutter Ausflugsfahrten entlang der Kreideküste bis zum Königstuhl, nach Kap Arkona oder zu den Seebrücken der Ostseebäder Rügens an. Am Ende wird Ihr Spaziergang mit einem kleinen Leuchtfeuer belohnt.

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