Koserow

Das Ostseebad Koserow, das sich an die Ausläufer des Streckelsberg schmiegt, liegt an einer Landenge am mittleren Abschnitt des Usedomer Ostseestrands. Rund 20 km beträgt der Abstand zum jeweiligen Ende der Ostseeinsel, oder anders gesagt, an Koserows eigenen Strand fügen sich 20 km ununterbrochener Sandstrand sowohl in nordwestlicher Richtung als auch in südöstlicher Richtung an.

Koserow ist ein Ort mit Tradition auf der Insel Usedom. Schon im Jahre 1347 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. Ältester baulicher Zeuge ist die schöne Dorfkirche, die man im 13. und 15. Jahrhundert errichtete.
Die unter Denkmalschutz stehenden Koserower Salzhütten am Strand sind eine weitere kulturelle Attraktion für alle Gäste des Ortes, die erstmalig um 1850 in Koserow eintrafen. Das Ortsbild ist bis heute einfach, sprich dörflich, geblieben.
An einem herrlichen Blick auf die Ostsee, den langen Strand und die Seebrücke von Koserow kann man sich von den Steilhängen des Streckelsberg erfreuen: mit 60 m Höhe bildet er den höchsten geographischen Punkt auf der Insel Usedom. Nicht nur als Aussichtspunkt, sondern auch als Versteck soll schon der legendäre Klaus Störtebeker den buchenbewaldeten Streckelsberg geschätzt haben, dessen Höhlen ihm Schutz boten.
In der Nähe von Koserow, genauer gesagt in Lüttenort, befindet sich das Otto Niemeyer-Holstein Atelier.

Salzhütten Koserow

Die in Strandnähe gelegenen Rohrdachhütten dienten den hiesigen Fischern als Lagerhäuser für Salz, das sie vom preußischen Staat steuerfrei zur Verfügung gestellt, als Konservierungsmittel für die angelandete Rohware nutzten. Das Fischeinsalzen begann auf Usedom um 1820 mit der staatlichen Förderung der Strandfischerei. Für das fachgerechte Einlegen der Heringe gab es sogar eine Dienstanweisung. Über die Jahre verfielen die meisten Hütten, wurden Opfer von Sturmfluten oder aber als Arbeitsschuppen benutzt. Man findet sie heute u.a. noch am Strand von Zempin und am Peeneufer von Freest. Einige der letzten Lagerhütten von Koserow dienen heute z.B. als Museum, Souvenierladen oder Fischlokal.

Streckelsberg

Der Streckelsberg in Koserow ist eine bewaldete Anhöhe von ca. 60 Metern an der Ostseeküste von Koserow. Hier bietet sich dem Auge eine reizvolle Landschaft mit schroffem Steilufer, Buchenwald sowie seltenen Orchideen. Im Frühjahr blühen hier tausende von Maiglöckchen und Waldhyazinthen.
Das seit 1961 geschützte Gebiet gilt schon seit Jahrhunderten als geschichtsträchtiger Ort. Der Sage nach versank das reiche Vineta etwa 4 km nördlich im Meer und auch Klaus Störtebecker und seine Vitalienbrüder sollen am Ufer ein Seeräuberversteck gehabt haben. Und sogar der bekannte Schriftsteller und Pastor Wilhelm Meinhod ließ sich hier zu seinem Tatsachenroman Maria Schweidler, die Bernsteinhexe inspirieren, wonach die Heldin am Fuße des Berges riesige Mengen des versteinerten Baumharzes fand. Bemerkenswert ist, das die historischen Details sich später als fabelhafte Phantasien des Autors entpuppten.



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