Der Streckelsberg
Früher hieß der Streckelsberg für die Menschen vor Ort einfach der witte Barg, weißer Berg. Er war unbewaldet, bestand nur aus Sand, den der Wind in alle Richtungen zerstob. Um 1818 wurde der Streckelsberg deshalb mit Buchen bepflanzt. Auf diese Weise wuchs nach und nach der Streckelsbergwald.
Der Streckelsberg gehört zu den exponiertesten Lagen der Steilküste, die von den Naturkräften angegriffen werden. Im Herbst und im Winter brandet die Ostsee über den Strand und greift so den Fuß des Kliffs an. Auf diese Weise wird der Steilhang immer mehr unterwaschen und Überhänge stürzen ein, was sich in einer fortlaufenden Strandversetzung niederschlägt.
Am Ende des letzten Jahrhunderts wurde versucht dies aufzuhalten. Es wurde eine Uferschutzmauer gebaut, aber diese kann die Ostsee auch nicht gänzlich bändigen. Für Naturwissenschaftler ist der Streckelsberg ein willkommenes Forschungsobjekt. Sie sehen in ihm die imposanteste geologische Bildung dieser Art im Bereich der Ostseeküste.

