Liepe

Wie eine trotzig geballte Faust ragt der Lieper Winkel als Halbinsel in das Achterwasser und den Peenestrom. Durch seine abgeschiedene Lage, abseits der verkehrsreichen Bundesstrassen der Insel Usedom und fern vom Badebetrieb der Kaiserbäder hat sich dieser Landzipfel einen eigenen Charakter bewahrt. Die Uhren scheinen hier langsamer zu gehen.

Die Landschaft des Naturparks ist geprägt von ausgedehntem Wiesen und Weideland. Grosse Rinderherden geben den grünen Niederungen einen freundlichen Charakter. Dazwischen erstrecken sich Äcker und Wälder. Alles eine ideale Landschaft für Wildtiere. Am Abend kann man ohne Mühe Hirsche, Rehe und Wildschweine beobachten. Oft sieht man Füchse, und natürlich viele Hasen. Besonders bemerkenswert sind die seltene Vögel, wie rote Milane und Seeadler die im Lieper Winkel kreisen und natürlich die zahlreichen Störche die in allen der sechs Dörfer nisten. Liepe (von slaw. Lipa =Lindenort) bildet den Mittelpunkt des „Winkels“. Hier steht die älteste Kirche der Insel aus dem 13. Jahrhundert die oft auch zu kulturellen Veranstaltungen einlädt.

Für Urlauber und Touristen bietet dieses Landschaftsschutzgebiet vielfältige Wanderrouten zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Badestellen mit Sandstrand finden sich in Krinke, Quilitz, Rankwitz und Warthe.
Einblick in die Geschichte des Lieper Winkels bietet das Heimatmuseum in Rankwitz in dem auch die „Lieper Tracht“, die bis heute von der Volkstanzgruppe der Einheimischen getragen wird, bewundert werden kann. Interessant ist auch die Sammlung bronzezeitlicher Trogmühlen und slawischer Mahlsteine in Morgenitz. Dort befindet sich auch die bekannte Keramikwerkstatt Danneger, einmal im Jahr Mittelpunkt des Usedomer Töpfermarkts.

Gaststätten: “Zum Alten Kahn“ und „Am Achterwasser“ in Warte, „Storchennest“ in Reestow, „ Bauernstube“ in Morgenitz, „Zur alten Fischräuscherei“ und „Rankwitzer Hof“ in Rankwitz.

Liepe Guide und Tipps



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