Ückeritz
Das ursprüngliche Fischer- und Bauerndorf Ückeritz liegt wie Loddin oder Zempin nicht direkt an der offenen Ostsee, sondern am Achterwasser, dem von der Insel Usedom und dem Festlande eingeschlossenem Gewässer. Der Weg von Ückeritz zur offenen Ostsee ist allerdings nicht weit, durchschnittlich beträgt er 1 km.
Das auf hügeligem Land angelegte und von Wiesen und Wäldern umgebene Ostseebad Ückeritz wurde 1270 erstmalig urkundlich erwähnt. Bis die Badegäste kamen, zog noch etwas Zeit ins Land. 1893 schließlich trafen die ersten Touristen ein. Dies waren freilich gerade nur drei. 1913 zählte man schon 1.600 Badegäste, eine wesentliche Erhöhung, die man der verbesserten Infrastruktur, sprich: einem Eisenbahnanschluss, zu verdanken hatte.
Auch die Zahl der Einwohner ist im Laufe der Zeit angestiegen: Anfang des 20. Jahrhunderts betrug sie 400, heute kann Ückeritz rund 1.000 Einwohner aufweisen. Ückeritz hat keine Seebrücke. Dafür entschädigen aber der wunderschöne breite Ostseestrand und die steil ansteigende Küstenlandschaft, von der man eine herrliche Aussicht auf die See und den Strand genießen kann.
Naturlehrpfad
Aus einem eiszeitlichen Strandsee mit Meerwasser ist im Laufe der Jahre ein Verlandungsgebiet entstanden, das eine Reihe von gefährdeten Pflanzen und Tieren beherbergt. Im augenblicklichen Verlandungsstadium wird der See von so genannten “schwingenden Sumpfgürteln” umgeben und geteilt. Der Naturfreund findet hier solch seltene Pflanzen wie Kriechweidenbüsche, Schneideried, Sonnentau, Wasserschlauch. Zudem brütet hier der Kranich und Schwimmblasen von Fischen auf der Wasseroberfläche weisen auf die Existenz von Sumpfschildkröten hin. Der Naturlehrpfad beginnt in Ückeritz und führt zunächst parallel zur Bahnlinie und dann in Richtung Ostsee durch einen Fichten-, Duglasien- und Lärchenwald.
Gesteinsgarten
Wald, Wasser, Weiden, Äcker und Strände prägen das weiche Landschaftsbild der Insel Usedom, vielfach bereichert von verschiedenartigen Gesteinen, den Findlingen. Die Findlinge offenbaren nicht nur die Geschichte ihrer Herkunft, Entstehung und langen Gletscherreisen, sondern auch wie sie durch Verwitterung zur Bodenbildung beitragen und damit auch menschliche Lebensgrundlagen schaffen. Die ausgestellten Findlinge stellen in wissenschaftlichem Sinne feste Mineralanhäufungen dar, die im Bereich der Erkruste und Erdoberfläche im Verlauf von Jahrmillionen entstanden sind.
