Heikendorf

Heikendorf – ein altes Fischerdorf mit Künstlercharme
Am Ostufer der Kieler Förde präsentiert sich mit Heikendorf ein altes Fischerdorf mit individuellem Künstlercharme.

Das Wahrzeichen des Ortes, der von einer seichte Landschaft umgeben wird, ist das U-Boot-Ehrenmal, das an die U-Boot-Fahrer während der beiden Weltkriege erinnert. Überragt wird das Ehrenmal von einem überlebensgroßen Seeadler aus Bronzeplastik. Im Jahr 2001 wurde der gigantische Adler durch eine Spende, die von einer Witwe eines U-Boot-Kommandanten übergeben wurde, mit einem neuen Guss versehen. In der Geschichte handelte es sich bei Heikendorf um den Sitz einer Künstlerkolonie. Mit ihren Arbeiten legte diese Kolonie den Grundstein für das Künstlermuseum in Heikendorf, das im Jahr 2000 eröffnet wurde.
An die Blütezeit der Künstlerkolonie erinnert noch heute das von Adolf Brütt stammende Werk „Fischer“, das zu den Schmuckstücken des Museum gehört. Neben Brütts Werken finden sich im Künstlermuseum von Heikendorf zahlreiche Reminiszenzen an die Arbeit regionaler Künstler wieder. Die Sammlung umfasst Werke, die aus den Federn von Rudolf Behrend, Oskar Droege und Karin Hertz stammen.

Aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt das Atelierhaus Blunck, das bei Gästen von Heikendorf zu den beliebtesten Ausflugszielen gehört. Der zweigeschossige Ziegelbau wurde in jüngster Vergangenheit umfangreich saniert, präsentiert sich jedoch bis heute mit seiner historischen Substanz. Das Atelierhaus zeigt die Werke, die von Vertretern des Spätimpressionismus geschaffen wurden. Ebenso finden sich Werke des ausklingenden Expressionismus der Nachkriegsjahre in der Galerie wieder.
Zu verschiedenen Veranstaltungen wird die 100 Jahre alte Steindruckpresse von Heinrich Blunck in Betrieb genommen. Weitere Herzstücke von Heikendorf sind die Ausstellungshalle und der Museumsgarten. Zahlreiche Wechselausstellungen, die Werke von zeitgenössischen Künstlern zeigen, finden sind in der neu errichteten Ausstellungshalle wieder. Das gesamte Areal setzt sich aus einem Ensemble verschiedener Alt- und Neubauten zusammen. Eine gemeinsame Komposition dieser Gebäude schafft der Museumsgarten, in dem während der Sommermonate verschiedene Führungen und Veranstaltungen stattfinden.



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