Poel Sehenswürdigkeiten
Poel – eine Entdeckungsreise in die Geschichte
Reminiszenzen an die Vergangenheit, interessante Museen und historische Überbleibsel schmücken die Ostseeinsel Poel.
Die vielseitigen Sehenswürdigkeiten haben bis heute eigene Geschichten zu erzählen und erinnern an die architektonischen Epochen Norddeutschlands. Einen Einblick in die Geschichte und die Besonderheiten der Insel Poel gewährt das Heimatmuseum in Kirchdorf. Auf einer Fläche von 250 qm findet sich eine umfangreiche Sammlung, die sich der Entwicklung der Insel widmet. Regelmäßig warten Sonderausstellungen auf die Besucher.
Sagenumwoben und voller ungelöster Geheimnisse ist die Dorfkirche in Kirchdorf auf Poel. Wahrscheinlich wurde sie in der Zeit von 1210 bis 1350 erbaut und besaß vier bis fünf Etagen. Als ältester Teil der Kirche gilt der Turm, der im romanischen Stil errichtet wurde. Bereits aus der Ferne deutet der 47 m hohe Kirchturm auf die Insel Poel in der Ostsee hin. Im Inneren der Kirche finden sich zwei Flügelaltäre aus dem 15. Jahrhundert wieder.
An das Jahr 1614 erinnert der Schlosswall von Poel. Er umfasst die noch vorhandenen Reste der Wallanlagen, die zu dieser Zeit entstanden. Herzog Johann Albrecht II. ließ die imposante Festungsanlage mit einem Schloss auf der Insel errichten. Die Schlossanlage präsentierte sich einst als fünfzackiger Stern. Der Horneweck bildete als Sternschweif das passende Pendant. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel das Schloss fast gänzlich. Die noch vorhandenen Reste wurden im 19. Jahrhundert abgetragen. Heute erinnern nur noch die Fundamente des Schlosswalls an die majestätische Gestalt dieses Bauwerks. Poel beheimatet eine Gedenkstätte an die Opfer der Cap Arcona. Sie wurde in Gedenken an die 28 angeschwemmten toten Häftlinge, die wahrscheinlich aus dem KZ Neuengamme stammten, errichtet.
Poel präsentiert seinen Gästen noch heute zwei gute erhaltene Leuchttürme. Sie befinden sich in Timmendorfer Strand und Gollwitz. Seit 1872 dient der Timmendorfer Leuchtturm Seeleuten als Orientierungspunkt. 1931 wurde der imposante Backsteinturm auf eine Gesamthöhe von 21 m aufgestockt.

