Warnemünde

Warnemünder wurde um 1195 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1323 wurde das kleine Dorf von der Stadt Rostock gekauft. Nur so konnte der strategisch so wichtige Zugang zur See dauerhaft gesichert werden.

Der zur Verwaltung des Ortes bestellte Vogt hatte die Interessen der Rostocker Bürgerschaft durchzusetzen, was 1585 in einem fast absoluten Gewerbeverbot endete. Nur noch Fischer, Seelotsen und Seeleute durften in Warnemünde ihrer Profession nachgehen – jedes andere Handwerk und Gewerbe, auch schon der bloße Handel mit dem gefangenen Fisch, waren untersagt.
Schwere Sturmfluten, wie die von 1625 und 1872, suchten Warnemünde heim. In kriegerische Auseinandersetzungen der Rostocker wurde Warnemünde stets als Rostocker Vorposten zuerst verwickelt. Wallenstein ließ hier 1628 eine Zitadelle errichten. Ab 1632 erhoben die Schweden auf der Anhöhe am Alten Strom einen Zoll, der den Rostocker Hafen für Jahrzehnte lähmte.

Erste Feriengäste kamen 1817 nach Warnemünde. Das Bäderwesen entwickelt sich zögernd. Mit ihm entstanden die liebenswerten Badestrände, zuerst streng nach Geschlechtern getrennt. Die Gewerbebeschränkungen wurden ab 1867 gelockert. Seit 1989 verändert auch Warnemünde sein Gesicht. Vieles erstrahlt in altem Glanz, Neues gesellt sich harmonisch hinzu.

Den 30 Meter hohen Leuchtturm sieht man von fast überall in Warnemünde. 1897 als Seezeichen erbaut, hilft er nicht nur Schiffen auf ihrem Weg in den sicheren Hafen, sondern ist auch, dank engagierter Warnemünder Hobby-Leuchtturmwärter, eine weitere Attraktion des Ostseebades Warnemünde geworden. Zu seinen Füßen hält eine Gedenktafel an der alten Lotsenstation, dem letzten Haus vor Dänemark, die Erinnerung an die große Sturmflut im Jahre 1872 wach.
Die Molen, zum Schutz vor den mächtigen Naturgewalten errichtet, säumen die Hafeneinfahrt.



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