Die Wismarer Altstadt

Wismar, welches 1229 erstmal urkundlich erwähnt wird und 1266 das lübische Stadtrecht zugesprochen bekommen hat, gilt als Perle an der Ostsee. Seine Altstadt, die 1267 durch ein Grossfeuer zerstört und anschliessend wieder aufgebaut wurde, zählt zu den schönsten des ganzen Landes.

1276 wurde Wismars Stadtmauer gebaut und später mit fünf Stadttoren bestückt ist. Eines davon, das Wassertor, kann man heute noch am Hafen besichtigen. 1632 wird Wismar, im Laufe des 30-jährigen Krieges, von schwedischen Truppen besetzt. 1648, nach Ende des Krieges bleibt Wismar durch den Friedensschluss von Osnabrück in schwedischer Hand. 1675 wird die Stadt abermals belagert. Dieses Mal sind es dänische, brandenburgische und kaiserliche Truppen. Abermals kapituliert die Stadt. In den folgenden Jahren wird Wismar zur grössten Festung Europas ausgebaut. 18 Bastionen, 9 Ravelins und 2 Zitadellen sowie 700 Kanonen verteidigen nun die Stadt. Und die der Stadt vorgelagerte Insel Walfisch erhält ein Fort.

Das nächste Unheil ereilt Wismar im Jahre 1699. Drei Pulvertürme explodieren als folge eines Blitzschlages und zerstören grosse Teile der Stadt. Im Jahr 1700 wird schliesslich das Zeughaus gebaut, welches heute zu einer der Hauptattraktionen Wismars gehört. Im Laufe des Nordischen Krieges, im Jahre 1717, werden die Festungsanlagen Wismars beseitigt. 40 Jahre später erobern preussische Truppen im Zuge des 7-jährigen Krieges die Stadt. 1803 wird Wismar in Malmö für 100 Jahre an das Grossherzogtum Mecklenburg verpfändet. Die folgenden Jahre sollten ruhiger werden und Wismar sich von den turbulenten Tagen erholen können. 1881 gründet schliesslich Rudolf Karstadt das Stammhaus des heute so erfolgreichen Unternehmens.

Als 1903 sich die 100 Jahre der Verpfändung ablaufen verzichtet Schweden auf seinen Anspruch und Wismar wird endgültig in das Herzogtum Mecklenburg eingegliedert. 1934, dunkle Jahre nicht nur für Wismar, die Dornier Flugzeugwerke entstehen hier. Gegen Ende des Krieges werden 1945 ein grosser Teil der Wohnungen und fast die komplette Industrie der Stadt zerstört. Im folgenden Jahr wird die Werft neu gegründet und nimmt Ihre Tätigkeit wieder auf. 1960 wird die durch den Krieg stark beschädigte Marienkirche gesprengt. Einzig der Turm mit seinen riesigen Gestallt, die eines der Wahrzeichen der Stadt ist und für Besucher von weither sichtbar, wurde verschont. Im Jahre 2002 wird die Historische Altstadt Wismars in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Sehenswürdigkeiten: Rathaus, Zeughaus, Alter Schwede, St.Nikolai Kirche, Wasserkunst, Frische Grube, Archidiakonat, Schabbelhaus, St.Marien Kirche, Wassertor, Fürstenhof, Karstadt-Stammhaus, St.Georgen Kirche, Heiligen-Geist Kirche.

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