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Sehenswertes in Schleswig Holstein

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Hansestadt Lübeck

Das Günter Grass Haus ist ein Forum für die Begegnung von Literatur und bildender Kunst. Die Ausstellung stellt die Bildkunst Grass und die enge Verbindung seiner Literatur- und Kunstproduktion vor. Zum Haus gehören ein Garten mit Grass-Plastiken, Archiv, Bibliothek, ein Laden und ein Café.

Das Museum zur Lübecker Stadtgeschichte ist in Lübecks bedeutendster Toranlage untergebracht, dem Holstentor. Der Wehrbau aus dem 15. Jahrhundert ist das Wahrzeichen Lübecks, das nicht nur von der Wehrkraft, sondern auch von dem Selbstbewußtsein der einstigen Königin der Hanse zeugt.

Der Schauplatz von Thomas Manns Roman "Buddenbrooks" ist Lübeck. Der Name Lübeck wird zwar nicht einmal genannt, es gibt aber keine Straße oder keinen Ort in seiner Romanstadt, der sich nicht in Lübeck lokalisieren ließe. Genau in jenem Haus und jener Etage, wo die Familie Mann Mitte des 19. Jahrhunderts wohnte, befindet sich eine Ausstellung über die Romanfamilie Buddenbrook. Auf fünf Etagen ist anlässlich der Expo 2000 ein komplett neues Literaturhaus entstanden, das den Besuchern ein ganzheitliches Literaturerlebnis bieten möchte. So stehen die beiden ständigen Ausstellungen "Die Manns - eine Schriftstellerfamilie" und "Die Buddenbrooks - ein Jahrhundertroman" zwar im Zentrum, werden aber von weiteren literarischen und kulturellen Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzt.

Das St. Annen-Museum ist in einem ehemaligen Augustinerinnen-Kloster aus dem frühen 16. Jahrhundert untergebracht und beherbergt Deutschlands bedeutendste Sammlung mittelalterlicher Schnitzaltäre deutscher Prägung. Sie wird ergänzt durch sakrale Werke niederländischer Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts. Überragend darunter der Passionsaltar von Hans Memling von 1491. Die Abteilung beherbergt ebenfalls eine exquisite Sammlung liturgischer Gewänder und Geräte des Mittelalters. Im Obergeschoß befindet sich die Abteilung für Wohnkultur. In Epochenräumen wird dargestellt, wie die Bürger der Hansestadt vom Mittelalter bis um 1800 lebten. Hinzu kommt eine Abteilung für Spielzeug.

Das Burgkloster zu Lübeck wurde 1229 gegründete und ist die bedeutendste mittelalterliche Klosteranlage Norddeutschlands. Nach der Reformation wurde das Kloster als Armenhaus, ab Ende des 19. Jahrhunderts als Gericht und Untersuchungsgefängnis genutzt. Seit der Restaurierung dient das Burgkloster der Hansestadt Lübeck als kulturelles Zentrum, als ein Ort lebendiger Auseinandersetzung mit bildender Kunst und Architektur, mit der Geschichte der Hanse und des Ostseeraums, mit Zeitgeschichte und Philosophie. Zu besichtigen sind das restaurierte Dominikanerkloster aus dem 13.-16. Jahrhundert mit seinen bedeutenden Wandmalereien sowie der Gerichtstrakt mit Schöffengerichtssaal und Untersuchungsgefängniszellen des 19. Jahrhunderts.

Das Drägerhaus und das Behnhaus sind direkt nebeneinander liegende Kaufmannshäuser. In Ihnen ist Lübecks Kunstsammlung des 19. und 20. Jahrhunderts untergebracht. Das Behnhaus mit der größten und repräsentativsten Diele Lübecks und den Flügelräumen im klassizistischen Stil gilt als eines der schönsten Kaufmannshäuser Norddeutschland. Das Drägerhaus besitzt die einzige in Lübeck erhaltene Festraumfolge des 18. Jahrhunderts. Schwerpunkte der Gemäldesammlung bilden die Werke Johann Friedrich Overbecks und Gotthardt Kuehls. Hinzu kommen Gemälde der Romantik unter anderen von Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Carl Gustav Carus und Werke von Max Liebermann, Max Slevogt, Lovis Corinth und Edvard Munch. Die Sammlung klassischer Moderne enthält Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Ernst Beckmann. Die gegenwärtige Kunst ist unter anderem vertreten mit Schumacher, Dahmen, Neumann, Knaupp, Armando, Hoehme. Hinzu kommen Beispiele realistischer Plastik des 20. Jahrhunderts.

Die Dauerausstellung Leben und Arbeit in Herrenwyk wird im ehemaligen Kaufhaus am Rande der 1906/1907 errichteten Arbeiterwohnkolonie präsentiert. In verschiedenen Inszenierungen werden vor allem die Arbeits- und Lebensbedingungen der 20-er und 30-er Jahre des 20. Jahrhunderts dargestellt. In einer weiteren Dauerausstellung wird unter dem Titel "Ich erinnere mich nur an Tränen und Trauer... " der Einsatz von Zwangsarbeitern von 1939 bis 1945 in Lübeck dargestellt.

 
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