Steinzeitfunde vor Kiel

Fossil

Steinzeitfunde vor der Ostseeküste

Vergangenen Monat wurden vor Kiel in der Ostsee Steinzeitknochen gefunden. Die bisher ältesten Menschenknochen Schleswig-Holsteins sind rund 7.400 Jahre alt. Bereits im Herbst waren die Relikte von zwei Berufstauchern entdeckt worden. Forschungstaucher haben sie nun aus sechs Metern Tiefe vom Ostseegrund geborgen.
An der Ostsee und in Norddeutschland seien solche Funde bisher äußerst selten gewesen, betonte die Archäologin Julia Goldhammer.
Nun können diese Knochen der Mittelsteinzeit den Forschern eventuell ganz neue Erkenntnisse liefern, wie die Menschen früher gelebt haben.
Vor 7000 Jahren herrschten am heutigen Fundort noch andere Bedingungen. Damals war dort festes Land, da der Meeresspiegel niedriger als in heutigen Zeiten war. Die Forscher nehmen an, dass die Knochen ursprünglich an einer anderen Stelle lagen und durch die Strömung dorthin gerieten. Grund für diese Annahme ist, dass nur wenige Knochen gefunden werden konnten.
Neben den Knochen fanden die Forschungstaucher noch Beile, Klingen, Pfeilspitzen, Reste eines Einbaums und eines Aalstechers.
Um mehr über den ältesten Menschen des Bundeslandes zu erfahren, wird ein Anthropologe die Knochen und die Zähne untersuchen. Goldhammer erläuterte, dass alles zusammen tiefe Einblicke in die Lebensweise der Mittelsteinzeit ermögliche.

Quelle: http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/knochenfund111.html

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