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Hanna berichtet: Wie ich Strandpraktikantin wurde

Unsere Strandpraktikantin Hanna hat für uns die Ostseeküste entdeckt, Strände getestet und Betten Probegelegen. Als sie von der Küste zurück war, verriet sie, wie sie zum Strandpraktikum kam und welche Erfahrungen sie mitnimmt.

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Von Traumjobs und Liebesbriefen

Es war spät im Frühling, die Semesterferien nahten und wie immer wollte ich verreisen. Völlig unverhofft flatterte die Nachricht von einer Freundin ein. Sie war auf ihrer Jobsuche über das derbste Praktikum Deutschlands gestolpert… Gesucht wurde eine sogenannte „Strandpraktikantin“ und meine Freundin war der Meinung, damit müsse wohl ich gemeint sein. Meine Neugier war geweckt! Für das sogenannte Strandpraktikum hielt Ostsee24.de Ausschau nach einer reiselustigen Fotografin, die einen Sommer lang die Ostsee erkundet. Im Praktikum durften nicht nur die Ostseestrände getestet werden, sondern auch allerlei Unterkünfte auf Herz und Niere geprüft werden. Zusätzlich zu diesem Traumjob mit Sonne, Strand und Meer gab es auch noch Gehalt. Was klingt wie ein Wunschkonzert, wollte Ostsee24.de tatsächlich wahrmachen und ich musste natürlich so schnell es geht an Bord! Flugs war meine Bewerbung unterwegs gen Norden. Mit einem Liebesbrief an die Ostsee, die ich nur von Postkarten kannte, und Fotos aus vergangenen Strandurlauben hatte ich Glück und wurde tatsächlich angeheuert. Plötzlich war ich Strandpraktikantin! Die Vorfreude war unbändig und bevor ich mich an die See aufmachte, stöberte ich stundenlang auf Instagram nach besonderen Aufnahmen von der Küste. Freunde und Familie überhäuften mich mit Urlaubserzählungen und Reisetipps für die Ostsee, sodass ich die letzten Prüfungen und den Ferienbeginn nicht erwarten konnte.

Ab in den Norden

Der Rest des Semesters verging wie im Flug und ich war bereit – die Ostsee sollte nicht länger warten. Ich setzte mich ins Flugzeug von Köln nach Rostock. Dort ging es weiter nach Rügen, wo ich im Ostseebad Göhren das Steuerrad übernehmen durfte. Ich war sofort in Hochstimmung. Ostsee24 stellte mir mein eigenes Ostseemobil zur Verfügung: Ein kleiner lila Flitzer, den ich alsbald „Störterebecca“ taufte. Meine Begeisterung stieg noch mehr, als ich die erste Unterkunft, den Strand und das Wasser sah. So langsam wurde mir klar, dass ich das während der nächsten Monate jeden Tag erleben würde. Mit der Aufregung stellte sich jedoch auch das Gefühl von Verantwortung für die große Aufgabe ein. Ab jetzt war ich drei Monate auf mich allein gestellt, die Kamera immer im Anschlag. Die Route war auch nicht zu unterschätzen, schließlich wollte die gesamte Küste von Usedom nach Flensburg entdeckt werden. Der Enthusiasmus des Ostsee24-Teams hätte jedoch größer nicht sein können; ich konnte mich jederzeit melden und wurde in jeder Hinsicht unterstützt, sodass ich mich bestens für die große Reise gewappnet fühlte. Zu meinen Aufgaben gehörte auch, große und kleine Ostseefans online auf meinen Trip mitzunehmen. Ich teilte also fröhlich die schönsten Erlebnisse auf Facebook und Instagram und sammelte Tipps für die Urlauber.


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Heute hier, morgen dort

Alleine zu reisen ist zwar eine Herausforderung, jedoch war ich vorher schon öfter ohne Be-gleitung unterwegs und genieße die Freiheit selbst zu entscheiden. Als größere Herausforde-rung stellte sich der ständige Ortswechsel heraus. Die gesamte Ostseeküste in knapp drei Monaten zu bereisen bedeutete alle paar Tage eine neue Koje. Ich schlief maximal drei Nächte am Stück in der gleichen Unterkunft, in manchen Wochen wechselte ich sogar täglich das Bett. Das war besonders zu Anfang anstrengend, wurde aber im Laufe der Zeit mit wachsender Routine immer spannender. Meine sieben Sachen waren bald in Windeseile gepackt und sicher in Störterebecca verstaut.

Nordlichter leuchten heller

Dank moderner Technik musste ich mich zwar nicht an den Sternen orientieren, dennoch waren manche Strände auch mit Navi nicht so leicht zu finden. In diesen Situationen kamen mir die Küstenbewohner zu Hilfe und leuchteten mir den Weg. Der Schriftzug #strandpraktikum auf meinem Ostseeflitzer wirkte dabei wie eine Zauberformel, die mir Tür und Tor öffnete. Denn jeder wollte gern wissen, was eine Strandpraktikantin so macht. Ich fand also auch ohne Schatzkarte die geheimsten Badestellen durch Nachfragen bei Passanten und in Geschäften oder Cafés. Schnell lernte ich die norddeutschen Umgangsformen. Zwar war ich zunächst verdutzt, dass hier mit einem „moin“ schon das meiste gesagt ist, schätzte jedoch bald die unkomplizierte Art der Nordlichter und dass hier nicht lang um den heißen Brei geschnackt wird.

Kann ich Küste jetzt?

Am besten gefallen hat es mir, jeden Tag das Meer zu erleben und nicht nur unter dem blauen Himmel, sondern sogar direkt am Strand zu arbeiten. Mit den Füßen im weichen Sand und einer Brise im Haar geht vieles leichter von der Hand. Der tägliche Ausblick auf die Ostsee hat sein übrigens dazu beigetragen, dass das Strandpraktikum in Windeseile verflog. Die Ostsee bietet abwechslungsreiche Landschaften und atemberaubende Aussichten und ist immer eine Reise wert. Steilküsten, Bodden und puderweiße Sandstrände haben es mir angetan. Ich lernte Fischbrötchen und steife Brisen lieben und irgendwann leuchtete auch ein kleines Nordlicht in mir. Eins ist sicher, ich komme wieder.


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