Moin, darum sind wir die Richtigen

Fragen oder telefonisch buchen?

040 28 46 8888
Mo - Fr: 09 - 18 Uhr
So: 13 - 18 Uhr

Der Inselvergleich: Rügen und Usedom

Usedom oder Rügen – die schöne Qual der Wahl

Drei Menschen befinden sich am Rande einer Klippe und lassen den Blick auf das weit unter ihnen liegende Meer schweifen. Die Frau im roten Kleid sitzt am Ende eines Baumes, dessen Blätterdach einen dunklen Schatten über sie wirft. Rechts von ihr, ebenfalls an einen Baum gelehnt, steht ein Mann, die Arme verschränkt und starrt regungslos in die Landschaft. Zwischen ihnen liegt ein älterer Herr am Boden. Den Spazierstock achtlos ins Gras geworfen. Ist er gestürzt oder hat ihn der Anblick erschlagen? Er reckt den Kopf über die Klippe, wo die Kreidefelsen majestätisch, und ein wenig unheimlich, in die Höhe ragen. Diese Szene ist auf einem von Caspars David Friedrichs berühmtesten Gemälden zu bestaunen.

Rügens weißes Gold

Auch 200 Jahre nachdem der Maler Rügen auf der Leinwand verewigte, sind die Kreidefelsen und der massive Buchenbestand noch immer bezeichnend für die 900 km² große Insel. Inzwischen wurde der Nationalpark Jasmund zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Die Kreide, das so genannte weiße Gold, wird im Wellnessbereich vermehrt eingesetzt und ist Rügens Exportschlager.
Neben den Felsen laden auch feine Sandstrände zum Ausruhen ein. Als beliebtes Reiseziel der Deutschen hat Rügen ein kulturell vielfältiges Angebot für seine Besucher. Das Jagdschloss Granitz, die 43 Meter hohe Steilküste Kap Arkona, sowie die Störtebecker-Festspiele erfreuen sich großer Beliebtheit. Auf der 24km langen Strecke Rasender Roland fährt im regulären Betrieb die Dampflokomotive, deren Wagen zum Teil fast 100 Jahre alt sind. Für schlechtes Wetter und die kälteren Monate gibt es Museen, Freizeitparks, Theaterprogramme und in den Seebädern laden Galerien und Boutiquen zum Bummeln ein. Hier trifft Tradition auf Moderne.

Usedom, die Badewanne der Berliner

In nur 65 Kilometern Luftlinie entfernt liegt Usedom. Anders als Caspar David Friedrich hat Theodor Fontane beide Inseln in seinem Roman Effi Briest verewigt. Zu Recht, denn Usedom muss sich hinter ihrer großen Schwester nicht verstecken. Obwohl die Insel weniger als die Hälfte an Fläche bietet, hat sie mit 65.000 Einwohnern nur geringfügig weniger Insulaner als Rügen. Die große Beliebtheit ist auch in Zahlen zu messen. Mit rund vier Millionen Übernachtungen pro Jahr finden Touristen in Hotels, Ferienhäusern oder Campingplätzen eine Auszeit vom Alltagsstress. Zwar ohne Kreidefelsen dafür mit einem 40 km langen Sandstrand, der zum Sonnenbaden einlädt. Die traditionsreichen Badeorte Usedoms tragen den Spitznamen Badewanne der Berliner. Auch heute noch, stammt ein Drittel der Gäste aus der Hauptstadt. Die geringere Fläche tut dem Unterhaltungsprogramm keinen Abbruch. Neben einem Kletterpark und Meerwasserbädern, ist hier Europas größte Schmetterlingsfarm zu bestaunen. Villen, Seebrücken und reetgedeckte Häuser reihen sich neben moderne Bauten ein. Viele Handwerksbetriebe und Museen bieten Abwechslung für Groß und Klein und ein Unterhaltungsprogramm auch bei schlechtem Wetter.

Rügen oder Usedom?

Im direkten Vergleich der größten deutschen Ostseeinseln wird deutlich wie bedeutsam Rügen und Usedom für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern sind. Zusammen kommen sie auf mehr als 10 Millionen Übernachtungen pro Jahr.
Den Strandurlaub kann man auf beiden Inseln hervorragend verbringen, auch für das Kulturprogramm ist gesorgt. Beide Inseln sind mit Bahn oder Auto zu erreichen. Rügen ist darüber hinaus besonders geeignet für Radfahrer, Waldspaziergänger und Eisenbahnfans. Dafür können Urlauber von vier deutschen Flughäfen aus nach direkt nach Heringsdorf auf Usedom fliegen.
Auf Urlauber mit Hund ist die Rügen ebenfalls nicht zuletzt wegen ihrer Größe optimal vorbereitet. Die Weitläufigkeit der Insel sorgt auch dafür, dass Rügen mehr Programm für Touristen bietet und landschaftlich abwechslungsreicher ist. Dafür gibt es allerdings auch ein spürbar höheres Verkehrsaufkommen.
Usedom wirkt aufgrund der vielen Gäste auf einer kleineren Fläche deutlich touristischer. Wer sich nach dem Inselfeeling sehnt, ist hier aber besser aufgehoben. Interessierte haben auf Usedom noch die Möglichkeit über den Strand ganz einfach zu Fußnach Polen zu gelangen. Die vielen Seebrücken bieten tolle Fotomotive und die sieben ausgezeichneten Gourmet Restaurants servieren Speisen für den feinen Gaumen.
Usedom oder Rügen – das muss jeder für sich selbst entscheiden. Am besten beide Inseln besuchen, den Spazierstock in den Sand fallen lassen, die frische Meeresluft einatmen und den Blick über das unendliche Blau schweifen lassen.






Hinterlasse eine Antwort

      Ostsee24 | Büro Hamburg: Deichstraße 27 | 20459 Hamburg | Tel.: 040 - 28 46 8888

      © 2016 Ostsee24 0.25991