Die Pfoten tief in den Sand und los geht’s

Die Ostsee ist für Hundehalter ein perfektes Urlaubsziel, denn sie ist vielseitig und gut mit dem Auto erreichbar. Ob ausgedehnte Wanderungen oder kurze Spaziergänge am Strand – die abwechslungsreiche Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins bietet für jeden Geschmack etwas. Auf der Insel Rügen warten zahlreiche Entdeckungstouren zu Sehenswürdigkeiten wie dem Nationalpark Jasmund. Hunde müssen hier zwar angeleint bleiben, doch die Wege führen durch eine beeindruckende Naturkulisse. Auch auf Usedom laden besonders die verschiedenen Ostseebäder zu Erkundungstouren mit anschließendem Strandspaziergang ein.

Spiel & Spaß am Strand mit dem Vierbeiner – Urlaub mit Hund an der Ostseeküste

Rund 100 Hundestrände: Toben, planschen und mehr

An den zahlreichen Hundestränden entlang der deutschen Ostseeküste kommt das vierbeinige Familienmitglied voll auf seine Kosten. Während Hunde ausgelassen toben und im Wasser planschen, kannst du entspannt zusehen oder gemeinsam mit deinem Vierbeiner die Zeit genießen. An manchen Strandabschnitten gilt zwar Leinenpflicht, dennoch bieten sie eine ruhige Atmosphäre für entspannte Spaziergänge.

In vielen Restaurants und Ferienwohnungen sind wohlerzogene Hunde mittlerweile erlaubt und gemeinsam mit ihren Haltern gern gesehene Gäste.

Wer es aktiver mag, kann sich geführten Hundewanderungen anschließen oder eigene Wege durch charmante Buchten und Waldstücke entdecken. Auch spezielle Hundeauslaufgebiete oder eingezäunte Freilaufflächen bieten vielerorts zusätzliche Möglichkeiten für Bewegung.

Screenshot Information in den Ausstattungsmerkmalen
So erkennt ihr, ob euer Vierbeiner erlaubt ist.

Verhalten in der Unterkunft

Damit Gastgeber auch weiterhin Hundehalter offen und freundlich empfangen, sollten in Ferienunterkünften einige Grundregeln beachtet werden. Schließlich werden die Wohnungen meist nicht ausschließlich von Hundehaltern genutzt, sondern auch von Gästen ohne Haustiere. Hat zuvor ein nasser Hund auf Sofa oder Bett gelegen, können Gerüche selbst nach der Reinigung noch im Material bleiben.

Für einen respektvollen Umgang mit der gemieteten Unterkunft bitten wir daher darum,

  • den Hund nicht auf den Möbeln liegen zu lassen
  • Auch wenn der Vierbeiner das von zu Hause gewohnt ist, versteht er meist schnell, dass es in der neuen Umgebung anders geregelt ist. Am besten bringst du ein eigenes Kissen oder Körbchen mit.
  • den Hund abzutrocknen
  • Regnet es oder kommt der Hund nass aus dem Meer zurück, solltest du ihn vor dem Betreten der Wohnung gründlich abtrocknen, damit beim Schütteln kein Wasser oder Sand an Wänden und Möbeln landet.
  • den Hund nicht allein zu lassen
  • Auch wenn dein Hund zu Hause problemlos allein bleibt, klappt das in einer fremden Umgebung nicht immer. Ungewohnte Geräusche und Gerüche können ihn verunsichern, sodass er bellt oder aus Frust Dinge anknabbert. Deshalb sollte der Hund möglichst nicht allein in der Ferienunterkunft bleiben.

Packliste für Hundehalter

Wer selten mit dem Hund verreist, fragt sich oft vorher, ob wirklich an alles gedacht wurde. Als kleine Hilfe haben wir die wichtigsten Dinge zusammengestellt:

  • Halsband oder Geschirr mit Hundemarke
  • Leine
  • Korb, Kissen oder Schlafplatz
  • Hundehandtuch
  • Futter
  • Näpfe (falls nicht sicher ist, ob diese in der Unterkunft vorhanden sind)
  • gegebenenfalls täglich benötigte Medikamente
  • Erste-Hilfe-Set mit Desinfektionsspray, Wundsalbe und Verbandsmaterial für kleinere Verletzungen
  • Spielzeug, Leckerlis oder Kausnacks

Je nach Reiseart oder Charakter des Hundes können noch weitere Dinge sinnvoll sein, zum Beispiel Schleppleine, Maulkorb, Bürste oder ein GPS-Tracker.

Hilfreich ist es außerdem, sich für den Notfall bereits vor der Reise den nächstgelegenen Tierarzt herauszusuchen, damit du im Ernstfall schneller reagieren kannst.

Leinen los – wo und wann es erlaubt ist

Die langen Sandstrände der Ostsee laden Hunde zum Toben ein. In der Nebensaison ist das an vielen Strandabschnitten möglich. In der Hauptsaison gilt jedoch an vielen Stränden Leinenpflicht oder ein generelles Hundeverbot.

Ausgenommen sind die ausgewiesenen Hundestrände. Dort darf dein Vierbeiner meist das ganze Jahr über im Wasser spielen und über den Strand flitzen. Einige Gemeinden schreiben auch hier eine Leine vor, an vielen Hundestränden darf der Hund jedoch frei laufen.

In unserer Übersichtskarte kannst du schon vor der Reise prüfen, ob an deinem Wunschziel Hundestrände vorhanden sind. Für die Insel Rügen und die Insel Usedom haben wir zusätzlich eigene Informationen und Karten zusammengestellt.

Die beste Reisezeit mit Hund: die Nebensaison

Da Hunde in der Hauptsaison nur an ausgewiesenen Hundestränden erlaubt sind und meist nicht an andere Strandabschnitte mitgenommen werden dürfen, eignet sich vor allem die Nebensaison für einen entspannten Urlaub mit Hund. Besonders angenehm sind der Herbst, der Winter und der frühe Frühling. Dann sind die Strände ruhiger und bieten viel Platz für lange Spaziergänge.

Besonders an der Lübecker Bucht:

  • Nebensaison meist vom 01. November bis 31. März
  • viele Strandabschnitte geöffnet, teilweise mit Leinenpflicht je nach Gemeinde

Unterkünfte in der Lübecker Bucht

Besonders an Schleswig-Holstein:

  • Nebensaison meist vom 01. November bis 31. März
  • vielerorts Zugang zu den Stränden, teilweise mit Leinenpflicht

Unterkünfte in Schleswig-Holstein

Besonders an der Insel Rügen:

  • Nebensaison häufig von Oktober bis April
  • viele Strandabschnitte außerhalb der Hauptsaison zugänglich

Unterkünfte auf Rügen

Besonders an der Insel Usedom:

  • Nebensaison meist von Oktober bis März
  • häufig Zugang zu vielen Strandabschnitten, oft mit Leinenpflicht

Unterkünfte auf Usedom

Wer seinen Vierbeiner im Sommer mit an die Küste nehmen möchte, sollte sich vorab über die lokalen Regeln im jeweiligen Ort und am Hundestrand informieren, damit der Urlaub für Mensch und Hund gleichermaßen entspannt bleibt.

Jahreswechsel an der Ostsee

Silvester ist für viele Vierbeiner eine stressige Zeit. Der Lärm von Böllern, helle Lichtblitze und der Geruch von Rauch können Tiere stark verunsichern.

Gerade Hundebesitzer aus größeren Städten suchen deshalb häufig einen ruhigeren Ort für den Jahreswechsel. Die Ostsee scheint dafür ideal zu sein – doch Vorsicht: Besonders größere Ostseebäder veranstalten an Silvester Feuerwerke und Feiern am Strand. Außerdem lässt sich privates Feuerwerk nie vollständig ausschließen.

Einige Hinweise können jedoch helfen, einen möglichst ruhigen Ort zu finden:

  • je abgelegener der Ort, desto größer die Chance auf Ruhe
  • in oder nahe Naturschutzgebieten ist es häufig besonders ruhig
  • in Gegenden mit vielen Reetdachhäusern wird Feuerwerk aus Brandschutzgründen oft eingeschränkt oder verboten

Generelle Tipps, um deinem Hund den Jahreswechsel zu erleichtern:

  • Spaziergänge einige Tage vor Silvester möglichst nur noch an der Leine machen
  • geräuschempfindliche Hunde zusätzlich doppelt sichern, zum Beispiel mit Sicherheitsgeschirr
  • am 31.12. die letzte größere Runde am frühen Nachmittag gehen
  • drinnen Fernseher oder Musik laufen lassen und nach Möglichkeit Vorhänge oder Rollläden schließen
  • Ruhe ausstrahlen und den Hund weder bemitleiden noch komplett ignorieren

Gerade im Urlaub sollte der Hund immer eine Marke am Halsband tragen und idealerweise auch in einem Haustierregister eingetragen sein. In einer fremden Umgebung findet er allein meist nicht zurück.

Kurtaxe für den Vierbeiner?

Einige Orte erheben mittlerweile auch für Hunde eine Kurtaxe. Die Kurtaxe für Menschen wird üblicherweise zur Finanzierung touristischer Infrastruktur genutzt – etwa für Strandpflege, Rettungsschwimmer oder öffentliche Anlagen.

Bei Hunden wird die Abgabe häufig verwendet, um zum Beispiel Kotbeutelstationen aufzustellen oder Hundestrände zu pflegen.

Die Kurabgabe für Hunde liegt je nach Ort meist zwischen 0,50 € und 1,00 € pro Tag.

Beispiele für Orte, in denen eine solche Abgabe erhoben wird:

  • Insel Rügen
  • u. a. in Baabe, Binz, Breege/Juliusruh, Glowe, Göhren, Thiessow, Middelhagen/Alt-Reddevitz/Lobbe und Sellin.
  • Insel Usedom
  • z. B. in Karlshagen und Zinnowitz.
  • Fischland-Darß-Zingst
  • z. B. in Zingst.

Die schönsten Hundestrände an der Ostsee

In Pelzerhaken gibt es gleich drei Hundestrände. Beim Spaziergang entlang der Promenade bieten sich also immer wieder Möglichkeiten für eine kleine Abkühlung im Meer. Die Strandabschnitte sind zwar eher überschaubar, am Hundestrand direkt im Ort stehen jedoch auch Strandkörbe. Für Toben, Schwimmen und Buddeln reicht der Platz allemal. Durch das flach abfallende Wasser fühlen sich hier besonders Planschfreunde oder (noch)Nichtschwimmer wohl. Außerdem ist der Ort ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Neustadt oder für kleine Radtouren nach Grömitz oder Kellenhusen.

Hunde in Pelzerhaken am Strand
Am Strandabschnitt Richtung Neustadt – klein aber fein für Planschfreunde

Der Hundestrand von Heiligenhafen liegt westlich der Seebrücke und östlich der DLRG-Hauptwache. Der meist breite Strandabschnitt eignet sich hervorragend zum Spielen mit anderen Hunden und zum Planschen im Wasser. Währenddessen kommen Hundebesitzer im Strandkorb oft schnell miteinander ins Gespräch.

Fragen und Antworten: Urlaub mit Hund an der Ostsee

An ausgewiesenen Hundestränden ist es erlaubt, Hunde mit an den Strand zu nehmen. Allerdings ist es von Strand zu Strand unterschiedlich, ob der Hund frei laufen darf oder angeleint sein muss.

In Schleswig-Holstein, auf Rügen und Usedom und in vielen weiteren Orten an der Ostsee dürfen Hunde von Oktober oder November bis Ende März oder April an den Strand mitgenommen werden.

Entlang der Ostseeküste befinden sich einige der schönsten Hundestrände Deutschlands:

Auf Rügen ist es vom 01.10. bis zum 30.04. an den Stränden erlaubt, seinen Hund ohne Leine toben zu lassen. In anderen Orten an der Ostsee gilt teilweise eine Leinenpflicht. Informationen dazu gibt es in den entsprechenden Tourist-Informationen.