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Der Nationalpark Jasmund ist der kleinste in Deutschland

Jasmund auf Rügen:Kreideküste
Kreideküste im Nationalpark Jasmund – Bild: Pzi42 wikipedia.deCC BY-SA 2.0 DE

Deutschlands kleinster Nationalpark findet sich auf der Halbinsel Jasmund, welche mit zur Insel Rügen gehört. Auf den etwa 300 qkm ist der ursprüngliche Buchenwald prägend, der Stubnitz genannt wird und nördlich der Hafenstadt Sassnitz über zahlreichen Kreidefelsen und Buchten eine beeindruckende Küstenformation bildet. Besonders exponierte Kreidefelsen wie der 118 Meter hohe „Königsstuhl“ oder die „Kleine Stubbenkammer“ sind auch Motiv für zahlreiche Stiche und Gemälde geworden. Caspar David Friedrichs Bild „Kreidefelsen auf Rügen“ von 1818 wurde ein weltberühmtes Werk der Romantik. Die Wissower Klinken haben ebenfalls einige Bekanntheit erlangt, sind allerdings nach einem großen Abbruch im Winter 2005 weitgehend zerstört. Durch die besonderen geologischen Umstände wurde der Nationalpark Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Aus eiszeitlichen Toteislöchern entstanden wassergefüllte Senken, Mulden und schließlich Kesselmoore, in deren weitläufiger Umgebung Schwarzerlen, Wildbirnen und Orchideenarten ebenso wie Eisvögel, Wanderfalken und Seeadler zu beobachten sind. Besucher können sich beim zentralen Anlaufpunkt am Königsstuhl in einer multimedialen Präsentation informieren.
In den vergangenen Jahren kam es leider immer wieder zu Uferabbrüchen an der Kreideküste. Eine Ursache sind hohe Niederschläge: Der Regen versickert, staut sich vor undurchlässigen Schichten und sorgt für Instabilität. Auch schwere Nordoststürme sind eine Gefahr für die Bäume, die auf der Kante des Hochufers stehen. Risse im Waldboden können dann ein Vorzeichen für baldige Abbrüche sein.

Flora im Nationalpark Jasmund

Im Nationalpark Jasmund können unterschiedlichste seltene Pflanzen und Tieren gefunden werden. Das ist durch besondere geologische Bedingungen der Region möglich. Besonders schützt der Nationalpark das Buchenwaldgebiet an der deutschen Ostseeküste. Stubnitz ist ein Waldgebiet auf Jasmund, in dem zahlreiche mit Wasser gefüllte Senken und Mulden zu finden sind, die meistens als eiszeitliche Toteislöcher entstanden sind. Es entstehen sogenannte Kesselmoore an den Stellen, wo die Wasserflächen verlanden. An diesen Senken und Kesselmooren ist eine große Zahl von Schwarzerlen zu finden. An den Stellen, die trockner sind, sind Elsbeere, Wildbirne, Wildapfel und Eiben zu finden. Noch eine Besonderheit ist die Salzvegetation an der Nordküste des Nationalparks.

Die Elsbeere
Die Elsbeere ist eine Laubbaumart, die zur Familie der Rosengewächse gehört. Die Elsbeere hat auch andere Namen, unter anderen Eis-Vogelbeere, Wilder Sperberbaum, Atlasbaum uvm. Die kleinen Früchte der Elsbeere kann man überreif oder gekocht essen. Sie sind aber adstringierend, deshalb muss man sie von Hand ernten.

Fauna im Nationalpark Jasmund

Die Fauna im Nationalparkgebiet Jasmund ist sehr vielfältig. Man kann hier vor allem Seeadler, Wanderfalken, Eisvögel und Mehlschwalben finden. In den Feuchtgebieten leben Molche, Frösche und seltene Otter. Dazu gehören Rotbauchunke, Waldeidechse, Kammmolche, Wechselkröte, Erdkröte uvm. Insgesamt leben ca. 1.000 Käferarten im Nationalpark. Dazu zählt auch der Alpenstrudelwurm, der sonst nur im Gebirge vorkommt. Auch ein cremefarbener Nachtfalter, der sonst nirgendwo in Deutschland vorkommt, har hier sein Zuhause.